Samstag, 22. november 2008

...passen irgendwie nicht zusammen. Die Woche am Kolleg war schön, es war toll, unsere Kollegiaten wieder zu sehen und sich mit ihnen über die Erfahrungen bei der Arbeit auszutauschen.

Am Dienstag bekam ich dann die Meldung, dass mein Team in der Leppermühle stark geschwächt ist und ich von Samstag auf Sonntag arbeiten darf. Überraschend, eigentlich wollten Katrin und ich noch ein bisschen in Kassel bleiben, um uns von dem vollen Programm zu erholen.


So muss das mit der Erholung eben noch ein paar Tage warten. Egal, denn die Arbeit in der Leppermühle macht einfach Spaß!


Das Indientagebuch geht sicher demnächst weiter, freut euch drauf, leider schaffe ich es nicht mehr, regelmäßig einen Eintrag zu verfassen. Aber ihr werdet das Ende in Indien erleben. Versprochen!


stay tuned

der_torte

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Freitag, 7. november 2008
Katrin
Was den Unterricht anging, war der Tag ganz gemütlich. Wir hatten eine Stunde Unterricht, kein YMCA Studies, keine Physical Education. Dafür kam Femke und wir hatten eine kurze, aber gute Zeit zusammen. Am Donnerstag wird sie zurück in die Netherlands fliegen.

Nach dem Mittagessen bin ich mit Kirian Musikinstrumente kaufen gefahren. Und ich bin fast gestorben vor Angst auf seinem Renn-Motorbike. Wie bekloppt ist er quer durch jede kleine Lücke durch. 5Cm auf jeder Seite zwischen zwei Bussen ist ja genug! *aaah*
Um die Kurven lagen wir fast auf der Straße und als Sand dazu kam, sind wir schließlich tierisch weg gerutscht. Aber er hatte es gut unter Kontrolle. Und mit 80 km/h und ohne Helm auch nicht so lustig. Ich war wirklich froh, als ich mit beiden Beinen stehend wieder heil im UTC ankam. Aber zumindest haben wir jetzt ein Geschenk für Henne und auch was für mich. Danach war Gender-Body-Meeting. Na ja, sie brauchen sich eigentlich gar nicht wundern, dass keiner oder nur wenige kommen. Die stundenlangen Diskussionen kann man sich echt sparen! Wenn sie effizient arbeiten würden, brauchten sie statt 4h nur eine Stunde. Aber jeder muss ja alles fünfmal sagen, es könnte doch ein neues Wort dabei sein! Und es geht eh immer nur um Essen, Geld und wer hat Recht. Und als dann noch eine Gruppe eher ging, weil sie ein Meeting hatten, war ein Pulverfass offen. Wenn einige von ihnen aufdrehen, kann man aber auch denken, die springen einem gleich an. Na ja, genau als es darum ging, dass das General-Body-Meeting von keinem verpasst oder eher verlassen werden darf, mussten Torsten und ich gehen, weil wir für den Abend, an welchem Solomons und Rinis Family von uns bekocht wurden, kochen wollten. Das war sehr lustig und länger hätte ich es im GBM auch nicht ausgehalten! Als wir anfingen, war nur Bekki da. Aber nach einigen Minuten sprangen Sammy (Rinis Tochter) und zwei ihrer Freundinnen um uns herum. Und natürlich durften sie auch von allem schon beim Kochen kosten. Das gehört sich ja so! Es war ein sehr netter Abend und heute Abend werde ich Solomons Frau das Rezept der Sauce aufschreiben. Ich glaube, unsere Tomatensauce ist ein bisschen wie Dal oder Samba. Du kannst alles rein packen, worauf du Lust hast.

Nach Spaghetti und Tomatensauce und Käse gab es dann noch Fruchtcocktail mit Vanillesauce. Als Solomons große Tochter Manuela (16) dann noch die Vanillesauce so aufessen durfte, war für sie der Abend perfekt. Rini war sehr überrascht, denn wir kochen das auch extra für sie, denn sie mag e so gern und auch Käse. Die Sachen sind hier halt sehr teuer und deshalb können sie sich das normalerweise nicht leisten.


Torsten
23:00 Uhr

Schon wieder ist ein Tag vorbei. Irgendwie war heute gar nichts los, die einzige Stunde, die wir hatten, war Bibel 1 und da durften (?) wir mehreren Vorträgen lauschen. Alles andere fiel aus, sodass es ein erholsamer (das Wort nutze ich gerade sehr oft. Irgendwie erholsam!) Tag wurde. Das erste Highlight war der Besuch von Femke, die das letzte Mal (für dieses Mal) in Bangalore war. Sie blieb leider nur 2 Stunden, trotzdem war es irgendwie eine schöne Zeit, wir hatten Bilder und Neuigkeiten ausgetauscht.

Am Nachmittag ging Katrin mit Kilian Solomon in die Stadt, Musikinstrumente kaufen, während ich die Ruhe nutzte, um ausgiebig zu schlafen. Als es dann nach nur 2 Stunden Schlaf an meiner Tür klopfte, war ich gezwungen, den (erholsamen!) Schlaf zu beenden, da Solomon Benjamin nach mir verlangte. Als ich dann vollends aufgewacht war, Femke ihren Rucksack überreicht und Katrin, die just in diesem Moment kam, begrüßt hatte, folgte ich Samson ins Office, wo Solomon Benjamin natürlich nicht mehr da war. So konnte ich das Internet nutzen und danach, da Solomon Benjamin immer noch nicht kam, unverrichteter Dinge wieder abziehen, zum General Body Meeting (GB), die UTC VV (Vollversammlung), ein ewiger Kampf, 4 Stunden, die mit effektivem Arbeiten weniger als eine Stunde brauchen würden. Die schlimmste Diskussion kam auf, als eine Gruppe vorzeitig das GB verließ, weil sie eine Chorprobe hatten. Mehr als eine Stunde (!) diskutierte man darüber, ob das sein dürfte, ob es wieder vorkommen darf oder ob man denen, die (mündlich beim Hostelsekretär) abgemeldet waren, eine Geldstrafe auferlegen sollte, da sie das so eminent wichtige GB vorzeitig verlassen hatten.

In diesen Meetings geht es sowieso immer nur um das selbe: das Essen. Jedes Mal die Diskussion über Qualität, Quantität, Sauberkeit, Geld, was es denn geben soll, ob die Köche so essen dürfen oder dafür bezahlen sollen und was mit dem Rest der Bediensteten ist, wie sie bezahlen sollen und überhaupt. Andere Themen sind bisher eigentlich nicht vorgekommen, da es meistens sofort wieder zum Essen oder irgendwelchen nahezu bedeutungslosen Diskussionen (s.o.) übergeht.

Nachdem Katrin und ich vorzeitig (!, mündlich beim Hostelsekretär abgemeldet) gingen, will ich nicht wissen, ob die Diskussion von vorne los ging. Wir mussten auf jeden Fall zu Rini, da wir heute unseren großen Kochtag hatten. So schnitten, brutzelten und kochten wir Spaghetti mit Tomatensauce, Fruchtsalat (aus der Dose) und Vanillesauce. Sehr lecker, alle, auch viele Kinder (keine Ahnung, woher die alle waren) und Solomon Benjamins Familie (die auch eingeladen waren) genossen es, wir hatten einen sehr schönen Abend mit viel Gelächter und einem guten Austausch.

Morgen Abend geht es weiter bei Solomon Benjamin, der alle YMCAler zu sich nach Hause eingeladen hat. Auch das wird sicher toll werden, es soll indisches Essen geben. Man darf gespannt sein.

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Donnerstag, 6. november 2008
Katrin
Am Morgen waren Torsten und ich in der New life Church hier auf dem Campus. Die Lieder waren wirklich gut. Deshalb sind wir ja in den Godi gegangen. Der Rest war sehr charismatisch und lang. Das Abendmahl fand ich etwas unpersönlich. So sollte sich jeder selbst ein Stück Brot abbrechen von dem Teller der rumging. Torsten und ich gaben uns dann wenigstens gegenseitig. Anschließen waren wir kurz Wasser ordern und danach ist Tosten ins Internet und ich habe eine Stunde geschlafen. Zum Lunch waren wir bei Rini. Zwei Freunde aus Mizoram waren da und zum Abendessen drei Freundinnen. So hatten wir zum Mittag mehr Meäner und zum Abendessen mehr Frauen am Tisch! Am Nachmittag bin ich dann mit Torsten nochmal los auf die Commercial Street. Dort fand ich eine helle Sommerjeans und ein Paar Ohrstecker und Torsten eine Hülle für seinen Ipod. Der Abend endete bei einem Conferenzgespräch mit meinen Eltern und Carina + Steffen.

Torsten
22:45 Uhr

Am Morgen besuchten Katrin und ich den Gottesdienst der New Life Fellowship [Neues Leben Gemeinschaft], der auf dem Campus stattfand. Sehr charismatisch, die Musik war jedoch genial, die Band war sehr gut.

Nach dem Mittagessen versuchte ich, dem Ipod Linux beizubringen, da man damit Musik aufnehmen kann. Der Versuch scheiterte leider, ich werde es zuhause weiter versuchen. Anschließend ging ich mit Katrin zur Commercial Street, wo wir endlich eine Hose für Katrin fanden und fünf paar Ohrringe für weniger als 2 Euro fanden.

Der Gottesdienst war nicht wirklich gut, denn Reverend Jaykumar predigte, als hätte er die Predigt nicht selbst geschrieben und zum ersten Mal gelesen.

Der Tag war erholsam und gut. Könnte öfter so sein.

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Mittwoch, 29. oktober 2008
Katrin
Heute Morgen stareten wir mit dem Fußballmatch der Sporthäuser. Ich habe mich durch gerungen, dass ich als Frau auch spielen darf. Sie waren alle verwundert, denn von den Leuten, die auf dem Feld standen, war ich mit eine der besten Spieler. Das hat mir sehr viel Anerkennung gebracht bei einigen Jungs. Auch wenn es eigentlich sehr schade ist, dass man sich diese durch so etwas erkämpfen muss, aber das ist halt die Kultur hier. War auf jeden Fall ein schönes und auch faires Spiel. Nach ausgiebiger, verdienter Dusche, denn es war sehr heiß auf dem Feld, waren wir für Montag einkaufen. Wir wollten nämlich für Rinis und Solomons Familien kochen. Nach dem Mittag waren May, Gladwin, Haston und ich am Bahnhof, die Tickets für das Field Work kaufen. Ich habe beschlossen, für unsere Kenianer und Torsten und mich das in die Hand zu nehmen, denn die anderen labern viel, aber nix passiert. Haston hat sehr gute Connections am Bahnhof, so brauchten wir statt 3 Stunden nur 2 Stunden. Na ja, alles hintenrum halt. Aber das ist hier normal. Torsten hatte in dieser Zeit geschlafen. Am Nachmittag und Abend waren wir auf der M.G. Road. Das war insofern anstrengend, dass die älteren Herrschaften es keine fünf Minuten an einem Shop aushalten. Aber davon haben Vinnet, Torsten und ich uns nicht stören lassen. So hat Torsten dann auch einen neuen Ipod mit nach Hause genommen. Das ist nicht schlecht, denn ich kann nun seinen Alten nutzen. Am Abend waren wir dann noch im Internet. Dann musste ich auch schon gucken, dass ich rechtzeitig im Women Hostel bin. Aber es war schon zu. So rief ich nach Dakerlin und zum Glück hörte sie mich.

Torsten
22:30 Uhr

Freaking out [Ausflippen]. So könnte man den Tag am besten beschreiben. Am Morgen, da mal wieder Samstag war, waren wieder Spiele, dieses Mal Fußball. Um 8 ging es los, gegen 8:30 Uhr war Anpfiff für das erste Spiel, in dem Katrin und ich mit unseren Teams aufeinander trafen. Mein Team hatte am Ende die Nase vorn, wir gewannen 3:1, es war, nicht nur wegen dem Sieg, ein tolles Spiel auf sehr schlechtem Boden. Vor dem Mittagessen gingen Katrin und ich noch einkaufen für Montag Abend, wo wir für Rini Ralte und Solomon Benjamin inclusive derer Familien kochen wollen, Spaghetti mit Tomatensauce, Nachtisch Fruchtsalat mit Vanillesauce. Nach dem Mittagessen legte ich mich noch einmal hin, da der Abend gestern lang wurde. Katrin ging unterdessen mit Haston, Max und Gladwin zum Bahnhof, um die Tickets für unsere Reisen nach Vellore und Salem zu organisieren1. Muss abenteuerlich gewesen sein.

Gegen halb fünf gingen wir mit Haston, Max, Vinnet und Gladwin zur M.G. Road bzw. zur Brigade Road, ausfreaken. Gladwin, Max und Haston wussten wohl nicht ganz, auf was sie sich einließen, denn ihnen schien es nicht so viel Spaß zu machen, durch die Läden zu schlendern und Katrin und Vinnet beim Aussuchen einer Jeans zuzuschauen. Vinnet fand in der Garuda Mall eine, Katrin leider nicht. Dafür konnte ich sie beglücken, indem ich sehr preiswert einen Ipod Nano mit 8GB erstehen konnte und so Katrin meinen alten Ipod Mini überlassen konnte. Der Tag war sehr genial, erholsam und wir konnten etwas anderes als das UTC sehen.

1Dazu später in diesem Buch mehr. Stichwort: Field Work!

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Dienstag, 28. oktober 2008
Was lange wärt wird endlich gut! Das Indientagebuch ist zurück!!

Katrin

Der Unterricht war mal wieder ganz normal und langweilig. Am Nachmittag hatten wir unsere letzte Sermon evaluation. Es war auch die letzte für dieses Term [Dieses Semester]. Solomon stellte uns frei, ob wir nochmal pysical education haben wollen dieses Term oder nicht. Wir entschieden uns für nein und so bleibt es bei 2x dieses Term. Um hier einfach mal wieder raus zu kommen, fuhren Robin, Vinnet, Torsten und ich zur Cunningham Road bei McDonalds essen und danach noch ein bisschen shoppen. Als wir wieder kamen, war die Hostel Night schon gestartet. Das ist eine Veranstaltung der Studenten, wo jeder Kurs etwas vorstellt. Ein Kulturprogramm eben. Ich bin dann irgendwann gegangen, um meine Eltern und meine Schwester anzurufen. Das geht ja wegen der Zeitdifferenz immer nur Abends. Im Anschluss an die Hostel Night waren noch alle Studenten beim Principal eingeladen, der feierte nämlich seinen 76. Geburtstag. Zum Tagesabschluss gabs noch nen Tee an der Cantonment Railway Station, dann musste ich leider gehen, weil das Women Hostel schon um 11.45 p.m. geschlossen wird. Echt doof. Was das angeht, komm ich mir echt wie ein Kind vor. Die Jungs können kommen und gehen wie sie wollen, die Mädchen müssen eher noch früher kommen, weil oft zu früh abgeschlossen wird und man dann auch nicht mehr rein kommt außer durch rufen oder klingeln.

Torsten
10:05 Uhr

Unsere Jungs tun mir leid. Wenn ich die so sehe. Heute hat Vinnet einen Vortrag in Bibel 1, einen in Theology & Ethics und einen Test in Church & Society. Und den Anderen geht es nicht besser, 3 Vorträge in Bibel 1, 2-3 in Theology & Ethics und für alle die Klassenarbeit in Church & Society in der Freistunde. Tauschen will ich mit denen nicht.

Und in Theology & Ethics redet Kiran Sebastian dauernd dazwischen, was den Vortrag nur noch zusätzlich in die Länge zieht und dann zu spontaner Verwunderung führt, warum man nicht mit den Vorträgen durchkommt. In Bibel 1 konnte Mathew seinen Vortrag vortragen, das Problem an ihm ist, dass er so undeutlich spricht, dass ihn kaum jemand versteht. Gladwin, der danach kam, schaffte es, den Vortrag vorzutragen, indem er, so schien es, kein einziges Mal Luft holte und so schnell und monoton wie möglich fertig werden wollte. Und Vinnet, der als Letzter ran musste, wurde abgewürgt, sollte die Hälfte seines Vortrags auslassen und konnte seinen Vortrag nicht wirklich abschließen. Schade, denn er war gut verständlich. Die anderen Vorträge in Theology & Ethics verliefen gut, außer, dass Kiran Sebastian, der Dozent, die Angewohnheit hat, ständig seine Kommentare dazwischen zu rufen, was die Vorträge unnötig in die Länge zieht. Die Klausur in Church & Society war für alle irgendwie lustig, da keine Aufsichtsperson da war und die Jungs ihre Ordner/ Aufschriebe gut nutzen konnten.

Am Abend hat es Vinnet, Robin und uns beiden gereicht, am UTC zu sein und so gingen wir zur Sigma Mall in der Cunningham Road, um einfach herum zu schlendern, shoppen und vor allem den McDonalds zu besuchen. Es war ein sehr guter, entspannter Abend, zudem trafen wir Solomon Benjamin mit Frau beim Shoppen, Grace, Solomon Benjamins Frau, suchte noch nach westlicher Kleidung.

Am UTC zurück, war zuerst die Hostel Nite, ein Abendprogramm der Hosteler, bei dem jeder Jahrgang etwas beitrug. Ein witziger, schöner Abend, vor allem, als Mathew für dem YMCA auf die Bühne ging, ankündigte, er habe nichts vorbereitet aber eine CD mit afrikanischer Musik dabei und alle aufforderte, nach Lust und Laune zu Tanzen.

Zudem hatte der Principal [Schulleiter] O.V. Jatanna, heute Geburtstag, weshalb die Hosteler noch bei ihm zu hause vorbei schauten und ein Stück Kuchen bekamen. Danach gingen wir, ohne Katrin, die zurück ins Hostel musste, zu Vinnet und begannen, „Ghost Rider“ zu schauen. Um Mitternacht ging ich zu Bett, müde und erfrischt von einem tollen Tag.

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Freitag, 26. september 2008
Hallo meine treuen Leser,
zuerst einmal Danke, dass ihr immer wieder hier vorbeischaut!

Endlich wieder Internet. Wie schon erwähnt, gab es ja kleinere Probleme bei der Einrichtung der Internetverbindung. Diese sind jetzt ausgeräumt, der Anbieter mit den magentafarben konnte uns schnell und kompetent helfen (ja, es war auch ein Techniker da, der unsere defekte Dose austauschte). Jetzt gibt es also wieder Internet und der Torte ist wieder in die Blogsphäre eingetaucht.

Da stellt sich dann die Frage, wie es dem Torte denn so geht?

Zuerst: Mir gehts bestens. Ich kann kaum klagen (allerhöchstens darüber, dass ich Katrin sehr wenig sehe, da unsere Arbeitszeiten sich oft überschneiden. Dafür sind die Zeiten wenn wir uns sehen umso schöner...).
Ansonsten darf ich sagen, dass ich mich in der Arbeit auf der Leppermühle pudelwohl fühle und das Team und die Bewohner freundlich und nett sind.

Die Fahrt zur Arbeit lege ich mit dem Fahrrad zurück, eine geniale Strecke, etwas mehr als 10km lang, teilweise durch den Wald, über Schotterpisten etc. Vielleicht schaffe ich es mal, ein kleines Video davon zu drehen. Leider hat diese Strecke schon ein erstes Opfer gefunden: Ein Hinterreifen musste leider nachgeben und hat dann auch aufgegeben. Aber so lange es bei Materialschäden bleibt (der hatte ja auch schon mehr als 300km drauf...), bin ich sehr froh. Der Adrenalinausstoß bei der Abfahrt ist einfach genial.

Soweit mal wieder ein kleines Update von mir, demnächst müsste das Indientagebuch auch weitergehen. Wenn die Arbeit Zeit dafür lässt. Garantiert.

stay tuned
der_torte
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Donnerstag, 11. september 2008

Hallo Freunde,
nach einer langen Durststrecke kann ich ab morgen wieder auf das Internet zugrifen. Das Indientagebuch wird also weitergehen. Bald. Hoffentlich schon nächste Woche, wenn dann endlich alles eingerichtet ist. Freut euch drauf!

der_Torte

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Donnerstag, 28. august 2008

Hallo ihr lieben treuen Leser,

leider schaffe ich es im Moment nicht, das Tagebuch weiter fortzuführen, aus einem ganz einfachen Grund:
Vor etwa acht Wochen sind Katrin und ich umgezogen. Neue Wohnung, neuer Job, neue Freunde etc. Soweit, so gut. Leider haben wir es bisher nicht geschafft, einen Telefon- oder Internetanschluss zu bekommen. Erst heute durfte ich von der absolut zuverlässigen treulosen Firma FREENET erfahren, dass sie es nicht schaffen, einen Internetanschluss zur Verfügung zu stellen. Und diese berauschende Erkenntnis so ziemlich genau 10 (!!) Wochen nach Abschluss des Vertrages. Ihr könnt euch denken, wie ich darüber empfinde...

Also habe ich gerade eben über das Internet im Internetcafe einen Vertrag beim großen Magentafarbenen (und hoffentlich zuverlässigeren) Konkurrenten abgeschlossen. Vorraussichtlicher Termin: 11.09. Wenn das mal gut geht...

Sollten wir es dann auch wieder schaffen, online zu kommen, geht das Indientagebuch weiter. Versprochen! Und ich habe noch weitere Ideen für diesen Blog!

stay tuned
der_torte

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Samstag, 28. juni 2008
Katrin
Heute ist ein ganz besonderer Tag. Torstens Geburtstag. Nachdem ich mich heute Morgen echt durchringen musste zu Aerobic aufzustehen, fing der Tag dann bei einem kleinen gemütlichen Frühstück in Torstens Zimmer richtig an. Dort essen wir seid einer Woche, da wir nicht mehr zum Essen in der Mess gehen. So nutzen wir Blätter, welche wir nicht mehr brauchen als Teller. Nach der Andacht gab es dann eine kleine Überraschung für Torsten, den Kuchen. Der war echt lecker, mit deutscher Schokolade. Nur dass die Kerzen doof waren. Kurz nach dem ich sie angezündet hatte, sind die Dochte rausgefallen! Aber lustig war es. Nur leider konnten wir wegen der Kerzen nicht auf Solomon warten. Das war ein bisschen schade. Nach den YMCA Studies heute hatte ich die letzte Deutschstunde. Ich glaube die beiden haben schon viel daraus gelernt. Nun liegt es an ihnen was sie daraus machen. Nach dem Cold Coffee hatte ich Zeit mal die Songs für die Oper zu üben. Ein paar sind etwas konfus. Als wir bei Rini zum Abendessen waren, erzählte sie uns, dass Haushilfen normalerweise nicht in die Wohnzimmerecke dürfen, normaler Weise auf dem Boden schlafen und kein eigenes Zimmer haben. Aber das findet sie menschenunwürdig und deshalb hat das Mädchen was bei ihr den Haushalt macht und kocht, ein eigenes Zimmer und kann auch alles im Haus mit nutzen.

Torsten

22:30 Uhr

Mein Geburtstag. Zum ersten Mal außerhalb Europas, außerhalb Deutschlands. In Indien wird der Geburtstag nicht wirklich gefeiert, wahrscheinlich, da viele erst gar nicht den Tag wissen, an dem sie geboren sind.

Dieser Tag begann ganz normal mit Aerobics, wir starteten mit drei Personen: Maleques, Max und ich. Nach und nach kamen mehr, auch Solomon Benjamin ließ sich blicken. Als wir dann YMCA-Studies hatten, kam Katrin mit einer Geburtstags-Schokotorte-mit-deutscher-Schokolade an. Genial, das Ding war unglaublich lecker. Nachdem wir die Geburtstags-Schokotorte-mit-deutscher-Schokolade vertilgt hatten, mussten wir leider mit dem Unterricht weiter machen.

In der Mittagspause wollten wir uns eigentlich hinlegen, aber kaum dass wir lagen, kam Samson, Solomon Benjamins Laufbursche und fragte, ob ich ins Office kommen könnte. Ein Computerproblem. Da ich anscheinend der Einzige bin, der sich hier mit Computern auskennt, ging ich ins Büro von Solomon Benjamin. Der Computer lud nicht mehr alle Homepages, zudem war er in letzter Zeit öfter im Kreuzfeuer von Viren gelandet. Also stand eine komplette Neuinstallation an, welche, nachdem die Daten gesichert waren und nach langer Suche ein Betriebssystem aufgetrieben war, stattfinden konnte. Abends konnte ich dann noch die Internetverbindung herstellen, sodass ich mit meinen Eltern zuhause telefonieren konnte.

Nach den YMCA Studies am Nachmittag gingen wir, leider ohne Solomon Benjamin, dafür mit insgesamt 8 YMCAlern einen Geburtstags-Cold-Coffee trinken. So hatten wir doch noch eine kleine Feier, auch wenn ich mir den Tag etwas ruhiger vorgestellt hatte.

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Donnerstag, 26. juni 2008
Katrin
Heute Morgen war eine besondere Andacht, denn heute ist der Onam Feiertag, an welchem ein König gefeiert wird, welcher wohl besonders freundlich zu den Menschen war. So tanzten gestern Abend schon Studenten als Tiger zu Trommellauten und heute Morgen waren große Blumenbilder und tanzende Bootfahrer die Tradition. Echt interessant mit zu erleben. Ursprünglich war das ein Hindifestival, aber heute feiern alle Religionen es mit ihren eigenen Traditionen. Nun sitz ich wieder im Unterricht und warte darauf, dass der Schultag zu Ende geht. Heute Nachtmittag ist unser letztes Field Visit, weil nächste Woche Independentday ist und somit für alle frei. Das Field Visit war super und irgendwie ist es nicht ganz leicht, dass letzte Mal bei den Kindern gewesen zu sein. Grad Sudivel hat es mir, weil er mich nicht loslassen wollte, schwer gemacht. Auf dem Rückweg musste ich mich sehr beeilen, da ich mit Solomon einen Kuchen für Torstens Geburtstag morgen kaufen wollte. Wir haben auch einen leckeren bekommen, Nach dem Abendessen bin ich gleich ins Bett um mal ein bisschen mehr Schlaf zu bekommen. Denn heute Morgen bin ich umsonst so früh aufgestanden, denn der Aerobiclehrer kam nicht.

Torsten
10:15 Uhr morgens/ 22:45 Uhr abends

Die Entscheidung, heute morgen nicht aufzustehen, hat sich gelohnt, denn Maleques, der Direktor des College of Physical Education, der die Aerobics-Einheiten leitet, kam nicht, bzw. viel zu spät, sodass kein Aerobics stattfand.

Heute ist eine Art Feiertag, auch wenn wir Schule haben. Onam, ein Hindu-Feiertag, der aber auch in christlichen Kreisen gefeiert wird. Vor allem in Kerala ist dies ein hoher Feiertag, so dass eine Gruppe von Studenten, die aus Kerala kommen, den Morgengottesdienst gestaltet haben. Ein bunter Gottesdienst, überall Blumenbilder auf dem Boden. Es war nicht schlecht, könnte öfter so sein, dass eine Andacht so gut vorbereitet wurde.

Nachmittags war dann das letzte Mal CIC – Children in Crisis im „Dream Home“ angesagt. Da Ajay, eines der Kinder, mich eigentlich die ganze Zeit geärgert und genervt hat und dies trotz mehrmaliger Aufforderung nicht gelassen hat, fiel es mir recht leicht, das „Dream Home“ hinter mir zu lassen, im Gegensatz zu Katrin, die den kleinen Shaktivel eigentlich am liebsten mitgenommen hätte, bzw. er am liebsten nicht mehr von ihrem Arm herunter gewollt hätte.

Viel anderes passierte an diesem Tag nicht, ein gewöhnlicher Tag eben.

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